Die von der Leyen mal wieder

Arbeitsministerin von der Leyen hält nichts von "Hartz IV". Sie meint aber nur den Ausdruck: Das Wort sei so negativ besetzt, dass es eine differenzierte Debatte über Langzeitarbeitslosigkeit behindere. Nun soll ein anderer Begriff für das Arbeitslosengeld II her.
Quelle: SPON
Soll se doch n Stoppschild vornageln, ist doch sonst auch deren Allroundlösung.
Egal auf welchem Posten, die Frau ist immer eine Fehlbesetzung.
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Kommentare

Ly | 01.02.2010 | 14:45:40

sie hat nicht ganz unrecht.
allerdings hat die politik selbst die negative besetzung des begriffes und damit der verbundenen umstände zu verantworten, da hilft keine schminke mehr wie morgens vorm spiegel.

vor hartz gabs sozialhilfe und arbeitslosenhilfe. das waren nicht so wenige, aber fürs volk erträglich, zumal man als arbeitslosenhilfe-empfänger eben "beim arbeitsamt" war, das war fürs empfindsame volk nicht gaanz so schlimm.

ganz klar das durch die kürzung der zeit des arbeitslosengeldesbezugs auf ein jahr sehr viel mehr leute in arbeitslosenhilfe gerutscht wären.

das hätte sicher empörung verursacht.

stattdessen macht man ein neues konstrukt, und legt arbeitslosenhilfe und sozialhilfe zusammen, ist ja so viel einfacher alles, bürokratische kosten sparen, man versteht das doch, ist gut für die volkswirtschaft.

lanciert dann eine gute masse medienberichte und meinungen über faule schweine, stellt rühmliche ausnahmen vor von bemühten einzelnen, hakt ein bissel auf neudeutschem unterschichtsbegriff herum,

und geboren ist das unwort der derzeiten jahrzehnte: harz 4-empfänger ergo sündenbock fürs arbeitende volk.

zeitgleich fährt deutschland im gegensatz zu anderen ländern eine billiglhnstrategie, die zwar die exportkraft von D ganz gut aussehen lässt aber im innland, im gegensatz zu anderen ländern europas, den markt schwächt.

inzwischen ist es so, das die mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaften die hartzer verwalten am jammern sind, von billiglohn gar nicht begeistert, weil die Kunden bereit sind jobs für 2 - 3 euro anzunehmen, nur um als " ich arbeite, ich tue was ich kann" zu gelten, und ein paar kröten mehr zu haben.

zetgleich verbreiten die medien, die wirtschaftskrise käme so langsam auf dem arbeitsmarkt an.

fakt ist, das die Arge-Sachbearbeiter aussagen, dass seit einem halben jahr der arbeitsmarkt schlicht beschissen ist.

da hilft auch keine schminke mehr.

bananajoe | 01.02.2010 | 14:56:10

das, was die machen will, ist nichts weiter als neusprech. genau wie in 1984.
und genau wie das, was unsere damen und herren politikvollpfosten schon längere zeit praktizieren.
bloß nie das übel an der wurzel packen und bloß nie eigene fehler zugeben und korrigieren.

Ly | 01.02.2010 | 15:34:37

ach so, ich hab geschrieben, das die mitarbeiter der argen jammern über leute, die sie nicht vom annehmen eines jobs mit 2 bis 3 euro stundenlohn abhalten können.

es ist so, das ein solcher job der kurzfristigen bedürfnissbefriedigung des arbeitnehmers dient.

es gibt Stimmen allerorten, man hört sie von kollegen, im cafe, am stammttisch, die postulieren, weiterhin, entgegen aller aller vorraussicht und nachhaltigkeit,

"wer will findet arbeit, ich würde eher für 3 euro klos putzen gehen, als anderen ( also uns arbeitnehmern) auf der tasche zu liegen."

sorry banane, hartz und die stimmung der leute ist für mich ein absolutes reizthema. ich bin selbst aufstocker, bekomme also zusätzlch hartz, gehe für 5,- euro, meine absolute schmerz-unter-grenze, arbeiten, und bin immer wieder schockiert, wieviel dumpfwissen über hartz-bezug in der bevölkerung rumdümmpelt.

so glauben viele an das ammenmärchen, man habe ja den regelsatz von 359 euro als taschengeld und müsse ausser lebensmittel nix bezahlen davon, da könne man ja noch für den urlaub sparen.

wenn ich dann von koalitonsvereinbarungen höre, das zukünftig miet-und heizkosten für harz-empfänger evtl pauschaliert werden sollen, den rest müssen die leute gucken wie sie klar kommen, glauben das die massen.

fakt ist, pauschalierungen sind schon lange gängige praxis, nur wer den gerichtsweg bemüht, was massiv das verhältniss sachbearbeiter-kunde stören kann, was wunder, da die sachbearbeiter gelder der kommunen, die auch nix haben, verwalten müssen, bekommt die volle angemessene miete bezahlt.

volksmeinung ist dann wieder, das man eben für 195 euro nehmen muss was man kriegen kann, schließlich müsse man ja den arsch hochbekommen und ist alles selbst schuld. 195 die pauschale bei uns, pauschale in nachbargroßstadt sind 230 euro, der rest der miete ist vom regelsatz zu begleichen, sofern grade noch plausibel das man das tragen kann, was auch rechtliche folgen hat, da dies eine ungenehmigte wohnung ist, ergo haftet das amt nicht für evtl mietausfälle, wenn man eine etwas teurere wohnung anmietet, den genehmigt-stempel bekommt man nur wenn die miete nicht höher als die pauschale ist.

aber das weiß keiner der sich nicht kundig macht, und ergo laufen die vermieter schreiend weg, kommt einer und sagt offen, bin bei harzt, muss mir anmnietung genehmigen lassen. (was für den vermieter nur von vorteil ist) hartzer prellen mal eben die miete.. saufen, .. kriminell... arbeitscheues pack.. vermieter sind ganz überrascht, wenn dann doch ein normaler mensch vor ihnen steht.

fuck deutsche politik.

als ich noch in nachbargroßstadt wohnte, zu einer zeit als ich noch kein aufstocker mit selbstverdientem war, gab es zeiten, das von meinem regelsatz durch ausgleichen daraus der pauchale für miete, ich lag seinerzeit 40 euro über der pauschale und meine wohnung war immer noch sehr günstig, zahlen von internet, telefon, strom ( der ist immer aus dem regelsatz zu zahlen), mehrkosten an heizung, seinerzeit 30 euro höhere gasrechnung als pauschale, warmwasser muss man aus regelsatz begleichen, etc etc..

da sind mir für lebensmittel zahnpasta, klamotten und billigtabak im monat 100 euro übriggeblieben.

da gabs stimmen, die mir ins gesicht sagen meinten zu müssen, als ich darüber mal aufklären wollte, das der regelsatz kein taschengeld ist, das sie es für eine unverschämtheit halten, das sie meinen telefon oder internetanschluss zahlen, vom rauchen ganz zu schweigen.

sicher ist es meine sache bzw eigene schuld, das ich auf i-net nicht verzichten wollte, in einer zeit, in der man sich eh vom kulturellen leben zurückzieht, weil man eben nicht die mittel hat mit freunden auszugehen oder diese zum essen einzuladen, und sicher bin ich selbst schuld, das ich rauche und dafür auch noch 30 euro im monat ausgebe.

aber der wind der einem ins gesicht wehte, war sehr heftig, gradezu hasserfüllt. das ist jetzt ein paar jahre her, und seither ist die öffentliche meinung noch heftiger geworden.

heute frage ich nur noch gegen, wie verbittert man sein muss das man arbeit hat, urlaub machen kann, sich mal hier und da was leisten kann, es muss echt beschissen sein, das man da lamentiert das man von seinen steuern einen prozentsatz für leute ohne arbeit ausgeben muss.

da hilft auch keine schminke mehr, frau von der naiv.

wie sagte gestern ein freund zu mir, der gerade arbeitslosigkeit befürchten muss und schon in sorge ist, was passiert falls er in dem jahr arbeitslosengeldbezug nichts findet:

es sei erstaunlich, das eine konservative regierung in verbindung mit der FDP sozialer daher komme als seinerzeit die Hartz-Erfinder. ( höheres altersvorsorge-schonvermögen ist angeplant, schutz von bewohnten wohneigentum soll gesetzlich verankert werden).

das "sozialer" ist nur ein scheinbarer aspekt. man hat nur erkannt das es volkswirtschaftlich ungesund ist, wenn man den menschen das was sie sich erarbeitet haben als lebenswerk, unter dem arsch wegzieht.

Ly | 01.02.2010 | 15:40:54

neusprech, das wird hier nur nix nützen. wenn das was bewirken könnte, so alla: formuliere positiv, das hat positive auswirkungen, was als these im persönlichen bereich nicht von der hand zu weisen ist...
wäre es ja ok.

aber im sinne von orwells neusprech wird es weiterrumpeln in der volkseele.

ich glaub langsam die von der leyen ist ein gutmensch vor dem herrn. das ist ja ansich gar nichts schlechtes, auch wenn oft als schimpfwort benutzt, jedoch in der politik sollte man sich den realitäten stellen, pädagogische rezepte wirken eh nur so ad hok im einzelfall.

Ly | 01.02.2010 | 16:04:39

pS:

wie wäre es denn mit dem neuen Wort "allgemeines Bürgergeld"? ;-)

( und verzeih bitte das ich deine webseite nutzte um ammenmärchen gradezustellen, ein versuch ist es wert, und wenns nur eine leser gibt der "aha ach so" sagt)

prisac | 01.02.2010 | 17:27:14

huhu
ly,

ich fand das jetzt
toll.

fun and sun

pri and sac

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