Das wars dann wohl

Bei Webforen handelt es sich
um eine "...besonders gefährliche Einrichtung". Derjenige, der eine solche Gefahrenquelle betreibe, sei einer verschärften Haftung unterworfen.Jaja, eine "besonders gefährliche Einrichtung".
Worin liegt denn die "besondere" Gefahr?
Darin, dass dort mal jemand seine freie Meinung äussern könnte?
...Bye bye, ihr vielen kleinen privat betriebenen Foren.
Das Bereithalten von Internetforen stelle eine Form unternehmerischen Betriebs dar. Der Betreiber müsse sein Unternehmen so einrichten, dass er mit seinen sachlichen und personellen Ressourcen in der Lage sei, diesen Geschäftsbetrieb zu beherrschen. "Wenn die Zahl der Foren und die Zahl der Einträge so groß ist, dass die Antragsgegnerin nicht über genügend Personal oder genügend technische Mittel verfügt, um diese Einträge vor ihrer Freischaltung einer Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit zu unterziehen, dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs [ ...] beschränken", so das Landgericht Hamburg.
Ich werde mir jetzt sehr gut überlegen, ob ich den strohhalm nicht komplett abgeben werde.
Unter solchen Vorraussetzungen kann man auch versuchen, mit verbundenen Augen eine vielbefahrene Autobahn zu überqueren.
Fazit, das Netz ist Böse und der Ursprung allen Übels.
Oder wie plasmajobber es im Kommentar ausdrückt:
... wir sind nicht deutschland, wir sind der feind ...
Das triffts doch ziemlich genau.
[Update]
Das komplette Urteil, nachlesbar im R-Archiv.

plasmajobber | 14.04.2006 | 17:34:58
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