Das Märchen von der Sau, dem Dorf und irgendetwas anderem
Es war einmal...
Da war mal eine Bauer, der hatte eine dicke Sau, die viele Ferkel warf.
Der Bauer verkaufte diese Ferkel, das brachte ihm viele Goldstücke ein, denn er verkaufte sie teuer, obwohl die Ferkel oftmals eher klein und mickrig waren.
Zusätzlich fand der Bauer einen Weg noch mehr Goldstücke zu verdienen, indem er den Käufern die Ferkel gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung stellte, die Käufer aber dadurch auf lange Zeit an den Bauern gebunden waren.
Einige Käufer fanden das nicht so toll, und schrieben sich ihren Frust von der Seele.
Das Geschriebene veröffentlichten sie an einem schwarzen Brett in der Nähe eines Abwasserkanals, auf dass es jeder, der vorbeikam lesen konnte.
Als der Bauer vorbeikam, konnte er das Geschriebene ebenfalls lesen.
Da der Bauer schon immer einen etwas hohen Blutdruck hatte, regte ihn das, was er dort las sehr auf, so sehr, dass die Ader auf seiner Stirn bedrohlich zu pulsieren begann.
Er schickte sofort seine Knechte los, dem Besitzer des Brettes ausfindig zu machen und zu zwingen, das Geschriebene zu entfernen.
Die Brettbesitzer kamen diesem Begehren nach, möglicherweise, weil sie sich durch die grob auftretenden Knechte bedroht fühlten.
Ein aufmerksamer Schreiberling bekam dies mit.
Sein Interesse war geweckt, er fragte sich, was da wohl los sein und sah sich die Ferkel des Bauern und seine Preise selber an.
Auch er befand die Ferkel als zu teuer und zu mager.
Der Schreiberling fand dies und die Tatsache, dass der Bauer um jeden Preis verhindern wollte, dass andere davon erfahren könnten, so interessant, dass er einen kleinen Bericht in seiner Hauspostille schrieb.
Davon bekam der Bauer Wind und schickte sofort wieder seine Knechte los, die Zeter und Mordio schrien. Doch den Schreiberling beeindruckte dies nicht, er schrieb weiter.
Da platzte dem Bauern der Kragen und schickte dem Schreiberling eine Abmahnung und beschuldigte ihn Unwahrheiten ud Schmähungen zu verbreiten.
Auch dies schrieb der Schreiberling auf und veröffentlichte es, so, dass es jeder lesen konnte.
Andere Schreiberlinge griffen dieses Thema auf.
Es schrieben immer mehr darüber, einige wussten genau wovon sie schrieben, andere schrieben einfach nur ab.
Plötzlich kannte ein jeder den Namen des Bauern und jeder fand sein Verhalten ungebührlich.
Und so kam es, dass die Sau durchs Dorf getrieben wurde.
Der Bauer nutzte bestehende Gesetze und Drohungen dafür, in seinen Augen unliebsame Äusserungen über ihn zu unterbinden, und das nahmen ihm die übrigen Dorfbewohner, die übrigens alle Schreiberlinge waren, übel, und sagten dies auch.
Und wenn die Sau mittlerweile nicht am Herzinfarkt gestorben ist (Hausschweine sind da sehr anfällig für), dann wird sie noch immer durch das Dorf getrieben.
Dem Bauern mag man sein Verhalten vorwerfen, und ganz gewiss sollte man das Recht besitzen sich darüber äussern zu dürfen ohne bedroht zu werden.
Aber nicht der Bauer allein ist das Übel, sondern der, der die Gesetze so löchrig gemacht hat, dass es überhaupt möglich ist anderen den Mund zu verbieten. Und die Schwergen, die ihr Geld damit verdienen wollen, andere unter Druck zu setzen.
Das sind die Säue, die man durch alle Dörfer dieser Welt treiben sollte.
Da war mal eine Bauer, der hatte eine dicke Sau, die viele Ferkel warf.
Der Bauer verkaufte diese Ferkel, das brachte ihm viele Goldstücke ein, denn er verkaufte sie teuer, obwohl die Ferkel oftmals eher klein und mickrig waren.
Zusätzlich fand der Bauer einen Weg noch mehr Goldstücke zu verdienen, indem er den Käufern die Ferkel gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung stellte, die Käufer aber dadurch auf lange Zeit an den Bauern gebunden waren.
Einige Käufer fanden das nicht so toll, und schrieben sich ihren Frust von der Seele.
Das Geschriebene veröffentlichten sie an einem schwarzen Brett in der Nähe eines Abwasserkanals, auf dass es jeder, der vorbeikam lesen konnte.
Als der Bauer vorbeikam, konnte er das Geschriebene ebenfalls lesen.
Da der Bauer schon immer einen etwas hohen Blutdruck hatte, regte ihn das, was er dort las sehr auf, so sehr, dass die Ader auf seiner Stirn bedrohlich zu pulsieren begann.
Er schickte sofort seine Knechte los, dem Besitzer des Brettes ausfindig zu machen und zu zwingen, das Geschriebene zu entfernen.
Die Brettbesitzer kamen diesem Begehren nach, möglicherweise, weil sie sich durch die grob auftretenden Knechte bedroht fühlten.
Ein aufmerksamer Schreiberling bekam dies mit.
Sein Interesse war geweckt, er fragte sich, was da wohl los sein und sah sich die Ferkel des Bauern und seine Preise selber an.
Auch er befand die Ferkel als zu teuer und zu mager.
Der Schreiberling fand dies und die Tatsache, dass der Bauer um jeden Preis verhindern wollte, dass andere davon erfahren könnten, so interessant, dass er einen kleinen Bericht in seiner Hauspostille schrieb.
Davon bekam der Bauer Wind und schickte sofort wieder seine Knechte los, die Zeter und Mordio schrien. Doch den Schreiberling beeindruckte dies nicht, er schrieb weiter.
Da platzte dem Bauern der Kragen und schickte dem Schreiberling eine Abmahnung und beschuldigte ihn Unwahrheiten ud Schmähungen zu verbreiten.
Auch dies schrieb der Schreiberling auf und veröffentlichte es, so, dass es jeder lesen konnte.
Andere Schreiberlinge griffen dieses Thema auf.
Es schrieben immer mehr darüber, einige wussten genau wovon sie schrieben, andere schrieben einfach nur ab.
Plötzlich kannte ein jeder den Namen des Bauern und jeder fand sein Verhalten ungebührlich.
Und so kam es, dass die Sau durchs Dorf getrieben wurde.
Der Bauer nutzte bestehende Gesetze und Drohungen dafür, in seinen Augen unliebsame Äusserungen über ihn zu unterbinden, und das nahmen ihm die übrigen Dorfbewohner, die übrigens alle Schreiberlinge waren, übel, und sagten dies auch.
Und wenn die Sau mittlerweile nicht am Herzinfarkt gestorben ist (Hausschweine sind da sehr anfällig für), dann wird sie noch immer durch das Dorf getrieben.
Dem Bauern mag man sein Verhalten vorwerfen, und ganz gewiss sollte man das Recht besitzen sich darüber äussern zu dürfen ohne bedroht zu werden.
Aber nicht der Bauer allein ist das Übel, sondern der, der die Gesetze so löchrig gemacht hat, dass es überhaupt möglich ist anderen den Mund zu verbieten. Und die Schwergen, die ihr Geld damit verdienen wollen, andere unter Druck zu setzen.
Das sind die Säue, die man durch alle Dörfer dieser Welt treiben sollte.

SteBu | 24.03.2006 | 07:27:51
*****
Super geschrieben, besonders “in der Nähe eines Abwasserkanals” hat mir gefallen.